100 Jahre Feuerwehr

In verschiedenen Aufzeichnungen aus dem Kreisarchiv wird von Löschmannschaften aus Brockhimbergen berichtet. Es ist hiermit sicher nicht eine Freiwillige oder Pflichtfeuerwehr gemeint, sondern Männer, die mir Eimer und Einreißhaken dem Feuer zu Leibe gerückt sind. So waren bei einem Viehstallbrand am 4. Juli 1883 in Kollendorf auch Löschmannschaften aus Brockhimbergen anwesend.

Am 8. September 1902 wird in der Gemeindeversammlung zu Brockhimbergen verhandelt und ein Ortsstatut beschlossen, daß in der Gemeinde Brockhimbergen alle männlichen Einwohner vom vollendeten 16. bis zum vollendeten 65. Lebensjahr verpflichtet sind, für die Zwecke der Feuerlöschung im Gemeindebezirk und in den Nachbargemeinden die erforderliche “Hülfe” zu leisten.
Ein gleiches Ortsstatut wurde in der Gemeindeversammlung zu Kollendorf am 17. September 1902 verhandelt und beschlossen.
Beide Gemeindebeschlüsse wurden am 26.09.1902 vom Kreisausschuß und am 17. Oktober 1902 vom “Landrath” und Vorsitzenden des Kreisausschusses genehmigt.

Bei der Firma Rönneburg wurde dann eine Feuerspritze bestellt, die am 13. März 1906 angeliefert wurde. Da die Beschriftung auf der Spritze nicht korrekt war, wurde diese vorerst nicht abgenommen. Erst nach Änderung der Beschriftung wurde die Spritze dann ausgeliefert.

Um 1910 wurde das Feuerwehrgerätehaus gebaut, in dem die Feuerspritze untergestellt wurde.

Auf Abmahnung des Landratsamtes in Oldenstadt vom 24.01.1905 antworteten am 8. April 1905 die Gemeindevorsteher Strampe aus Brockhimbergen und Persiehl aus Kollendorf, daß sie sich dem Spritzenverband Himbergen anschließen wollten. Daraus wurde jedoch nichts, sodaß es bei dem ursprünglichen Beschluß aus dem Jahre 1902 blieb, eine eigene Feuerwehr zu bilden.

Auf Erwiderung einer Anzeige vom 14. März 1906 bestätigt der Landrat in Oldenstadt die Bestellung des
Hofbesitzers H. Harms zum Brandmeister
und den
Hofbesitzer H. Schröder zu Kollendorf zum Stellvertreter.
Als Anlage waren die Bestimmungen “Über die innere Organisation der Ortsfeuerwehren” mit der “Normal-Uebungs-Ordnung” und den “Feuerwehrsignalen” beigefügt.

Es ist daher davon auszugehen, daß die Ortsfeuerwehr am
14. März 1906 gegründet wurde.

Da in den Gemeinden nur 22 feuerwehrpflichtige Mannschaften vorhanden waren, die die Spritze bedienen konnten, wurde am 9. Juni 1906 ein Antrag beim Landrat in Oldenstadt gestellt, von der Bildung von Abteilungen gem. der Regelung des Feuerlöschwesens abzusehen. Der Landrat hat den Antrag am 18. Juni 1906 an den Regierungspräsidenten in Lüneburg weitergegeben. Dieser hat dem Antrag am 23. Juni 1906 mit folgendem Text zugestimmt:

"Auf den Bericht vom 18. d. Mts. - I.12124-

Gemäß § 1 Abs. 3 der Polizeiverordnung vom 22. August 1905, die Regelung des Feuerlöschwesens betreffend, genehmige ich, daß die Bildung von Abteilungen bei der Ortsfeuerwehr der Gemeinden Brockhimbergen und Kollendorf unterbleibt.".

Leider liegen aus diesen vergangenen Zeiten keine Protokollbücher oder Aufzeichnungen vor, sodass aus dieser Zeit wenig zu berichten ist.

Im Jahre 1935 bildete Brockhimbergen-Kollendorf ein Löschzug in der Freiwilligen Feuerwehr Himbergen und Umgebung. Löschzugführer war Karl Jann aus Brockhimbergen, Stellvertreter Albert Sander aus Kollendorf.

Nach dem Zusammenbruch des “1000-jährigen Reiches” 1945 begann ein Neuaufbau des Feuerwehrwesens.

Die Freiwillige Feuerwehr seit 1946

Am 1. Febr. 1946 wurde vom Gemeinderat Brockhimbergen beschlossen, eine Freiwillige Feuerwehr zu Gründen. Am 13.03.1946 wurde Gustav Krause jun. zum Wehrführer vorgeschlagen und mit der Aufstellung einer Freiwilligen Feuerwehr beauftragt. Zum ersten Wehrführer wurde dann auch Gustav Krause von den Gemeindevertretern gewählt.

Schon am 14. + 15.06.1947 wurde das erste Feuerwehrfest in Brockhimbergen gefeiert.

Am 20.6.1948 war die Währungsreform. Die Feuerwehr mußte die Bewachung des “Kopfgeldes” übernehmen. Der Kassenbestand der Feuerwehr am 12.6.1948 in Höhe von 1.141,68 RM wurde nach der Reform auf 68,40 DM freigegeben. Trotz dieser knappen finanziellen Mittel wurde am 21.8.1950 ein gebrauchter Tragkraftspritzenanhänger TS-A zum Preis von 300,-- DM gekauft. Träger der Feuerwehr war die Gemeinde, die die Finanzen aufbringen mußte.

Um den Brandschutz in Kollendorf sicher zu stellen wurde in der Ortsmitte am Transformatorenturm ein Löschbrunnen gebohrt, der am 6.3.1954 vom Kreisbrandmeister abgenommen wurde. Der angrenzende Hof Meyer schloß mit der Gemeinde einen Vertrag zur Nutzung des Brunnenwassers für den eigenen Bedarf ab.
Der Löschbrunnen besteht auch heute noch und ist neben der zentralen Wasserversorgung über die Hydranten eine wichtige Wasserentnahmestelle. Damit der Brunnen nicht versandet wird dieser regelmäßig 2-3 mal pro Jahr abgepumpt.

Die von den Alliierten in einem Wald zurück gelassene 2-Zylinder-Tragkraftspritze wurde reparaturbedürftig. Ersatzteile gab es für diese Spritze nicht. Am 18.4.1957 beschloß daraufhin der Gemeinderat Brockhimbergen eine Tragkraftspritze TS8 zu kaufen. Die Spritze vom Typ TS8 mit VW-Industrie-Motor der Marke Metz wurde vom Ortsbrandmeister Krause in Hamburg zum Testen abgeholt. Schon Tage darauf wurde die Spritze bei einem Brand in Havekost eingesetzt und bestand ihre Feuertaufe bei eisiger Temperatur anstandslos. Daraufhin kaufte die Gemeinde die Spritze zum Preis von 2.750,- DM.

Auf der Generalversammlung am 8.2.1975 wurde über die Gründung einer Jugendfeuerwehr gesprochen. Dies wurde durch die Gründung am 8.11.1975 auch vollzogen. Am gleichen Tag wurde der Feuerwehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug vom Typ TSF-T VW-Bus übergeben, das zuvor bei der Werkfeuerwehr im VW-Werk in Wolfsburg eingesetzt war.
Wegen der bevorstehenden Auslieferung des Tragkraftspritzenfahrzeuges wurde das Einfahrtstor des Gerätehauses im Sommer 1975 erhöht und das Dach neu gedeckt.

Am 28.07.1975 versank im Flammenmeer ein Lebenswerk. Durch ein Großfeuer auf dem Hof Strampe wurde der Viehstall, sowie die angrenzenden Wirtschaftsgebäude vernichtet. Das abgesetzte Wohnhaus konnte gerettet werden.

Mit der Gemeindereform 1972 geht die Verwaltung, Ausrüstung und Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr auf die Samtgemeinde Bevensen über. Die Feuerwehr nennt sich nun "Freiwillige Feuerwehr Bevensen - Ortsfeuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf".

Seit der Generalversammlung am 9.2.1980 können auch Frauen Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf werden. Es sollte aber noch bis zum 1. Mai 1991 dauern, bis die ersten Damen in die Feuerwehr eintraten.

Mit der Erweiterung der Zentralen Wasserversorgung in den Jahren 1980 - 1983 wurde die Löschwasserversorgung durch 4 Unterflurhydranten in Brockhimbergen und 3 Unterflurhydranten in Kollendorf erheblich verbessert. Kamerad Günter Behling erstellte Hydrantenpläne für alle Orte im Feuerwehrbezirk I der Samtgemeinde Bevensen

Zum 31.12.1983 mußte die Jugendfeuerwehr mangels Nachwuchs aufgelöst werden.

Am 20.3.1988 wird der Schulungsraum der Feuerwehr, der von der Familie Kramer unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, eingeweiht. Mit Zuschüssen der Samtgemeinde Bevensen wird der Schulungsraum “Kl.Häuschen” zu einer Begegnungsstätte für die Bürger von Brockhimbergen und Kollendorf ausgebaut. Das Dach des Schulungsraumes wurde ebenfalls mit weiteren Zuwendungen der Samtgemeinde erneuert, eine Küche eingebaut, und das Vordach erneuert.

1990 konnte die 33 Jahre alte TS8 Metz gegen eine neue Tragkraftspritze Ziegler TS8/8 Ultraleicht ausgetauscht werden.

Der Ortsbrandmeister stellte auf der Jahreshauptversammlung im Febr. 1995 die Pläne für ein neues Feuerwehrgerätehaus vor, das in Zusammenarbeit mit dem Kommando der Wehr und dem Bauamt der Samtgemeinde Bevensen geplant wurde. Wegen der finanziellen Engpässe konnte dieses Vorhaben aber bis heute nicht verwirklicht werden!

Aufgrund der geänderten Wettbewerbsrichtlinien wurde 1988 in Zusammenarbeit mit der FF Kl. Thondorf ein Übungsturm aus Holz in der Zimmerei Schröder in Römstedt gefertigt. Die Samtgemeinde beteiligte sich mit 350,-- DM pro Wehr an dem Turm, so daß die Materialkosten damit bezahlt werden konnten.
Nach über 12 Jahren war der Turm marode geworden und mußte ersetzt werden. Wiederum mit der FF Kl. Thondorf zusammen wurde diesmal ein Übungsturm aus Stahl bei der Fa. Schnitker in Bad Bevensen gefertigt und auf dem Übungsgelände in Kl. Thondorf aufgestellt.

Zum 50-jährigen Jubiläum nach der Neugründung wurden 1996 Samtgemeinde- und Pokalwettbewerbe durchgeführt. Im Rahmenprogramm wurde u.a. ein neues HLF (Hilfeleistungslöschfahrzeug) der Berufsfeuerwehr Hamburg vorgestellt. Das Feuerwehrflugzeug stattete seinen Besuch ab und in einer Schau erklärte Johannes Neumann den Werdegang der Freiwilligen Feuerwehr in den letzten 50 Jahren.
Zum 25 Geburtstag des TSF-T wurden am 20.06.1999 Pokalwettkämpfe nach Alter Art, sog. Eimerwettkämpfe, durchgeführt. Sieben Gruppen traten zum Vergleich an.

Im Juni 2000 wurden wiederum Samtgemeinde- und Pokalwettbewerbe durchgeführt. 13 Feuerwehren traten bei den Samtgemeindewettbewerben und 23 Feuerwehren bei den Pokalwettbewerben an. 78 Torten, 12 Pfund Kaffee, 110 kg Pommes Frites, 1200 Bratwurst, 900 l Bier sowie Cola, Korn und Brause wurden an beiden Tagen verzehrt. Als Dank an die Helfer wurde eine Fete organisiert, bei der 5 Backschinken mit Krautsalat und Brot verzehrt wurden.

Am 1. Mai 2004 begrüßte der Ortsbrandmeister die Teilnehmer zur 20.ten alljährlichen Fahrradtour in die Umgebung.

Auf Anregung des Gemeindebrandmeisters werden im Winter 2004/2005 Pläne für ein neues Feuerwehrgerätehaus erarbeitet. Hier wurden neue Wege beschritten. Die Pläne sehen ein Gerätehaus vor, das aus einer standardisierten Mehrzweckhalle besteht und in einer Größe von 6,5 x 11,5 m genügend Raum für Toiletten und Umkleidemöglichkeiten vorsehen. Mit einem Gesamtpreis von ca. 60.000 Euro liegt dieses Gerätehaus weit unter den Preisvorstellungen konventioneller Gerätehäuser und lässt damit den Ausschuss für das Feuerwehrwesen und die Verwaltung der Samtgemeinde aufhorchen. Das Bauamt wird damit beauftragt, die Pläne auf ihre Machbarkeit und Funktion für die Feuerwehr zu prüfen.
Im Oktober 2005 hat das Bauamt eine Vergleichsberechnung aufgestellt und kommt zu dem Schluß, daß das vorgeschlagene Gerätehaus mit allen Kosten, wie Grundstück, Einstellplätze, Ver- und Entsorgungsanschlüssen, Isolierung und Einbauten ohne Eigenleistung der Feuerwehr doch mit 107.000 € zu Buche schlägt. Der Feuerwehrausschuss nimmt dies zur Kenntnis und vertagt das Thema unter Hinweis auf den aufgestellten Investitionsplan, nach dem ein Gerätehaus erst im Jahre 2008 geplant ist. Wo dann dieses Feuerwehrgerätehaus letztendlich gebaut wird, werden der Feuerwehrausschuss und der Samtgemeinderat Bevensen dann entscheiden.

Aus Anlass der ersten urkundlichen Erwähnung der Ortschaften Brockhimbergen und Kollendorf im Jahre 1006, führt die Freiwillige Feuerwehr am 10. und 11. Juni 2006 Samtgemeinde- und Pokalwettbewerbe nach den neuesten Richtlinien durch. Zur gleichen Zeit kann die Feuerwehr auf 100 Jahre Feuerwehrwesen und 60 Jahre Freiwillige Feuerwehr zurück blicken.

In einem festlichen Rahmen wurden die Jubiläen gebührend gefeiert. Auch die Dorffeste am 17. Juni 2006 in Brockhimbergen und am 19. August 2006 in Kollendorf mit der Enthüllung von Gedenksteinen waren in diese Festlichkeiten mit eingeschlossen.


30 Jahre Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-T

Das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-T vom Typ VW Bus, ein Fahrzeug, daß bereits ein Jahr bei der Werkfeuerwehr im VW-Werk Wolfsburg eingesetzt war, wurde am 26.9.1975 an die Ortsfeuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf ausgeliefert.

Da das Fahrzeug aufgrund der Höhe nicht durch das Tor des Gerätehauses paßte, wurde die Toreinfahrt erhöht und gleichzeitig das Dach des Gerätehauses in Eigenleistung erneuert.

Die offizielle Übergabe am 8.11.1975 durch die Samtgemeinde Bevensen an die vollzählig angetretene Wehr wurde standesgemäß mit einer Feier begangen.

In den vielen Jahren hat sich das Fahrzeug mit seinem Namen alle Ehre gemacht. Es läuft und läuft und läuft.

Aber alle zwei Jahre muß das Fahrzeug zum TÜV. Der Zahn der Zeit nagt mittlerweile ganz heftig am Fahrgestell und an den Blechteilen. Nur mit Mühe konnte die Samtgemeindeverwaltung davon überzeugt werden, das eine Reparatur, die lt. Kostenvoranschlag immerhin ca. 2.600 € kosten sollte, doch durchgeführt werden sollte, obwohl das Fahrzeug mit seinen 30 Jahren nur knappe 30.000 km gelaufen ist. Durch die beiden seitlichen Schiebetüren wird eine Entnahme der Geräte doch erheblich erleichtert.

Und da kein geeignetes Ersatzfahrzeug zur Verfügung stand, wurde das TSF-T noch einmal repariert. Aber der TÜV wird auch uns eines Tages von unserem liebgewonnen Fahrzeug trennen. Wir wollen dann nur hoffen, daß ein neues Fahrzeug ebenso lange uns gute Dienste erweisen wird.

Tragkraftspritzenfahrzeug mit Truppbesatzung TSF-T
Fahrzeug für Ortsfeuerwehren mit Grundausstattung
Typ VW - BUS, Baujahr 1974, 1.781 cm³, 68 PS, 2.300 kg zul. Gesamtgewicht, Erstzulassung 11. März 1974, Zulassung auf die Samtgemeinde Bevensen - Ortsfeuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf am 4. Aug. 1975

Beladung des TSF-T
TS 8/8 Ultraleicht mit Zweitaktmotor, 4x A- Saugschläuche
8x B- Druckschläuche, 12x C- Druckschläuche, 1x B- Strahlrohr
3x C- Strahlrohre, Saugkorb, Standrohr, Sammelstück, Verteiler, Halte- und Fangleinen, Schlauchbrücken, Feuerlöscher, 2-teilige Steckleiter, Krankentrage

Tragkraftspritzenfahrzeug TSF DoKa Opel Movano

Auf der Jahreshauptversammlung 2007 wurde bereits über den Zustand des über 30 Jahre alten TSF berichtet, an dem der “Zahn der Zeit” bereits erheblich genagt hatte. Der Kostenvoranschlag für die Reparatur des TSF für die TÜV-Abnahme belief sich auf die Summe von 2.718,94 Euro. Zuviel für ein Fahrzeug Baujahr 1975. Die Samtgemeinde entschied, das Fahrzeug nicht mehr reparieren zu lassen und mit Ablauf des TÜV-Termins Ende Mai 2007 ausser Betrieb zu nehmen. Als Ersatz wurde das ehemalige TSF-T der Feuerwehr Oetzendorf, Baujahr 1974, zur Verfügung gestellt. Immerhin hatte das Oetzendorfer Fahrzeug nur halb so viele Kilometer gefahren wie unser Fahrzeug. Zu den Samtgemeindewettbewerben in Gr. Thondorf konnten und wollten wir natürlich nicht mit einem “fremden” Einsatzfahrzeug fahren. Kurzerhand wurde die Beschriftung auf den Türen den Gegebenheiten angepasst und auf “Feuerwehr Brockhimbergen - Kollendorf” geändert. Umgewöhnen mußten sich die Kameraden/innen, denn das alte/neue Fahrzeug hatte nur eine seitliche Schiebetür, was das Herausnehmen der Geräte doch erheblich behinderte. Aber, trotz dieser Beeinträchtigung konnte die Wettbewerbsgruppe bei den Samtgemeindewettbewerben einen guten 6. Platz erreichen, der zur Teilnahme an den Kreiswettbewerben berechtigte. Bei diesen Kreiswettbewerben am 8. Sept. fuhr die Freiwillige Feuerwehr Brockhimbergen- Kollendorf fasst mit einem Löschzug auf. Das TSF-T als ausgerüstetes Einsatzfahrzeug und ein nagelneues TSF - noch ohne Ausrüstung.

Nachdem das TSF-T VW, Kennzeichen UE-CE 65, ausser Dienst gestellt worden war, entschied die Samtgemeinde kurzfristig, ein neues TSF für die Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf zu beschaffen. Schon am 7. September fuhren wir mit dem MTW der Feuerwehr Himbergen und 9 Kameraden nach Rendsburg um das nagelneue TSF abzuholen.
Da stand es, das bereits mit “Freiwillige Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf” beschriftete neue TSF vom Typ Opel Movano Doppelkabine. 2,5 Liter CDTI-Motor mit 100 PS, Linkslenkung, 6-Gang-Getriebe, Airbag und Tempomat. Rot und Weiß und mit Blaulicht hinten und vorne. Ein schickes Fahrzeug - der ganze Stolz einer Feuerwehr.
Gebührend wurde das Fahrzeug begutachtet und die fehlenden Schlauchtragekörbe und die Funkantenne sogleich bemängelt. Nach Rücksprache mit der Samtgemeinde wurde die Antenne noch gleich vor Ort eingebaut. Die Tragekörbe spendete Günter Behling und ließ diese ebenfalls gleich einbauen.
Nach einem schmackhaften Frühstück und einer interessanten Werksführung traten wir mit zwei Fahrzeugen die Heimfahrt an. Wer sollte das neue TSF fahren? Alle wollten, aber nicht als erster. Also mußte der Ortsbrandmeister die ersten Kilometer zurück legen. Auf der knapp 200 Kilometer langen Rückfahrt wechselten die Fahrer fasst bei jedem Parkplatz. Mit viel Lärm und Blaulicht wurde die Ankunft in Brockhimbergen und Kollendorf den Bewohnern mitgeteilt, die dann anschließend das Fahrzeug auch ausgiebig inspizierten.

In den Tagen darauf wurden nach und nach die fehlenden Ausrüstungsgegenstände, die über die Kleiderkammer der Samtgemeinde beschafft wurden, in das TSF eingeladen. Mit 4 Atemschutzgeräten, den entsprechenden Filtermasken und Ersatzflaschen, einer vierteiligen Steckleiter sowie drei Handsprechfunkgeräten und dem vorhandenen Gerät aus dem alten TSF ist das Fahrzeug nun komplett und wurde am 15. Jan. 2008 von der FTZ in Uelzen abgenommen.

Doch vorher wurde das TSF in einem feierlichen Rahmen am 22. Sept. 2007 offiziell von der Samtgemeinde an die Feuerwehr übergeben. Neben den Mitgliedern der Feuerwehr waren viele Ehrengäste aus Verwaltung und Politik und etliche Dorfbewohner aus Brockhimbergen und Kollendorf erschienen, um dieses nicht alltägliche Ereignis gebührend mit einigen Ansprachen sowie Getränken und einem guten Essen zu feiern. Die drei Feuerwehrfahrzeuge waren nebeneinander auf dem Hof Friederichs aufgestellt und demonstrierten das einmalige Ereignis eines “Löschzuges Brockhimbergen-Kollendorf” - drei Fahrzeuge mit der Beschriftung “Freiwillige Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf”.

Doch es herrschte auch eine etwas wehmütige Stimmung. Unser seit über 33 Jahren treu gedientes TSF-T wurde an die Autostadt in Wolfsburg für das Zeithaus übergeben. Den Schlüssel nahm der ZeitHaus-Leiter Herr Andreas Hornig in Empfang. Er freute sich, dieses Fahrzeug, das ein Prototyp seiner Serie war, übernehmen zu können. Das mit zwei seitlichen Schiebetüren ausgestattete Fahrzeug wurde ca. 1 Jahr bei der Werksfeuerwehr des VW-Werkes in Wolfburg eingesetzt, bevor das Fahrzeug am 4. Aug. 1975 auf die Samtgemeinde Bevensen zugelassen wurde. In 32 Jahren hatten wir mit dem Fahrzeug so manchen Einsatz und viele Wettkämpfe bestritten. Am 11. Oktober 2007 wurde das Fahrzeug von Mitarbeitern des ZeitHauses, selbstfahrend mit roten Nummernschildern, abgeholt. Das Fahrzeug wird aufbereitet und soll in diesem Jahr im Zeithaus zu besichtigen sein.

Da das neue TSF in unser Gerätehaus nicht mehr hinein paßt, wurde mit der Samtgemeinde und mit Rainer Gafcke besprochen, das Fahrzeug bis zur Erstellung eines neuen Gerätehauses auf der ehemaligen Diele auf dem Hof Gafcke unterzustellen.

Auf Der Jahreshauptversammlung am 7. Febr. 2009 gab Ortsbrandmeister Erhard Persiel bekannt, daß er sein Amt als Ortsbrandmeister niederlegen will, um so jüngere Kameraden die Chance zu geben sich als Ortsbrandmeister zu beweisen. Auch der stellvertretende Ortsbrandmeister Wolfgang Uhlitz wollte für eine weitere Amtsperiode nicht mehr kandidieren. Das Kommando der Feuerwehr hatte sich im Vorfeld für einen Nachfolger entschieden und Carsten Behling zur Wahl des Ortsbrandmeisters vorgeschlagen. Einstimmig wurde Carsten Behling zum Ortsbrandmeister gewählt. Erhard Persiel zu seinem Stellvertreter, der aber das Amt nicht für die gesamte Periode über 6 Jahre ausfüllen will, um auch hier rechtzeitig einen Wechsel in der Führung herbei zu führen.


Jugendfeuerwehr

Auf der Generalversammlung am 8.2.1975 wurde über die Gründung einer Jugendfeuerwehr gesprochen. Der Kreisbrandmeister begrüßte die Gründung, hob aber gleichzeitig die Verantwortung hervor. Es sollte der Kreisjugend
wart Dietrich dazu noch einmal genau befragt werden.

Am 8.11.1975 wurde die Gründung der Jugendfeuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf in Anwesenheit des stellv. Samtgemeindebürgermeisters Strampe, einiger Mitglieder des Feuerschutzausschusses, des Kreisbrandmeisters Schulz, des Gemeindebrandmeisters Bautsch und des Kreisjugendwartes Dietrich vollzogen.

Um 18.00 Uhr waren 12 Jugendliche angetreten:
Norbert Ebelt Bernd Fenske
Ottmar Friederichs Fritz Kramer jun.
Harald Krause Thilo Lemper
Jörg Mennerich Gerd Neumann
Wolfgang Persiel Matthias Stankalla
Ralf Stute Burghard Strampe

Die Jungen wurden feierlich verpflichtet. Als Betreuer wurden Alfred Lenski und Erhard Persiel vorgeschlagen. Das Gründungsdatum wurde auf den 1. März 1975 festgelegt. Der Ortsbrandmeister überreichte einen aus Spenden gekauften Wimpel.

Vom 18. - 26.6.1977 nahm die Jugendwehr am 1. Bezirkszeltlager in Gartow am See teil. In eigenen Zelten wurde übernachtet und bei Wettbewerben und Spielen die Kräfte gemessen.
In den Jahren darauf wurden viele Wettkämpfe bestritten. Doch auf der Generalversammlung am 7.2.1981 klagte der Jugendwart Alfred Lenski über akuten Personalmangel in der Jugenfeuerwehr. Es wurde beschlossen, daß sich die Jugendfeuerwehr mit der Jugendfeuerwehr Almstorf zusammen schließen soll.
Auch dieser Zusammenschluß half nur wenige Jahre weiter.

Auf der Versammlung am 04.02.1984 teilte der Jugenwart Alfred Lenski mit, daß die Jugendwehr aus Mangel an Nachwuchs zum Ende des vorangegangenen Jahres (1983) aufgelöst werden mußte.

Jugendliche, die in die Jugendfeuerwehr eintreten möchten, werden von der Jugendfeuerwehr Himbergen aufgenommen und hier ganz hervorragend betreut und für den späteren Einsatz in der Feuerwehr ausgebildet.
Erinnerungstafel der Jugendfeuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf

gestiftet von Hans Lemper